WAS IST BENN? 

Berlin wird bunter!

Die anhaltende Zuwanderung nach Berlin und die hohe Anzahl aufgenommener Geflüchteter stellt die Stadt Berlin vor neue Herausforderungen, birgt jedoch auch viele Potenziale. Ein Großteil der Geflüchteten wird voraussichtlich langfristig oder dauerhaft in Berlin bleiben. Nachbarschaften verändern sich durch die neu Zugezogenen, weshalb konkrete Schritte zur Stärkung des gemeinschaftlichen Zusammenhaltes nötig werden. Vor diesem Hintergrund werden berlinweit 2017 und 2018 insgesamt 20 Standorte „BENN – Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“ in der Umgebung großer Flüchtlingsunterkünfte aus Mitteln des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt und des Investitionspaktes „Soziale Integration im Quartier“ aufgebaut. Das von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in enger Kooperation mit dem jeweiligen Bezirk durchgeführte Programm ist auf den Zeitraum bis Ende 2021 angelegt.

Wir freuen uns sehr, dass seit dem 01.08.2017 auch ein BENN-Team im Märkischen Viertel tätig ist, um im Kontext der neu entstehenden Unterkunft für Geflüchtete im Senftenberger Ring „alte“ und „neue“ Nachbarn zusammen zu bringen.

Ein wesentlicher Grundsatz zur Bewältigung der Aufgabe „Entwicklung neuer Nachbarschaften“ ist für uns die Begegnung von Nachbarn auf Augenhöhe. Dabei möchten wir die Bedarfe der alten sowie neuen Nachbarschaft gleichermaßen im Blick behalten.

WAS MACHT BENN?

Mit BENN sollen neue und alte Nachbar*innen aktiviert werden, gemeinsame Aktionen durchzuführen. Des Weiteren soll der nachbarschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. Geflüchtete werden unterstützt, ihre eigenen Lebenswege und Lebensräume selbstbestimmt zu gestalten. Dazu werden BENN-Teams eingesetzt, deren Mitarbeiter*innen in einem Vor-Ort-Büro als Ansprechpartner*innen zur Verfügung stehen. Sie organisieren Beteiligungsprozesse und bauen Netzwerke und Kooperationen auf. Die wichtigsten Ziele sind dabei:

Stärkung von Nachbarschaften

Um die integrativen Herausforderungen zu bewältigen und stabile Nachbarschaften aufzubauen, sind vielfältige Begegnungen und Gespräche erforderlich. Vor diesem Hintergrund sollen Maßnahmen und Aktionen unterstützt werden, die die Begegnung und den Dialog fördern, das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und mögliche Ängste und Vorbehalte abbauen. 

Aktivierung und Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements

Im Märkischen Viertel gibt es bereits viele Ehrenamtlichen, welche bei der Entwicklung einer Willkommenskultur und der Unterstützung der Integration großartige Arbeit leisten. Außerdem gibt eine hohe Anzahl an Menschen mit eigener Zuwanderungsgeschichte und bereits bestehende Migrantenvereine und -organisationen. Dies sind alles tolle Ressourcen, die wir nutzen können, um Engagement zu fördern!

Vernetzung und Kooperation

Mit gebündeltem Wissen können wir umso mehr erreichen!

Die Zusammenarbeit mit vorhandenen Trägern und Netzwerken spielt eine wichtige Rolle bei der Integration. Es geht darum, lokale Strukturen aufzubauen und zu stärken, in denen Informationen ausgetauscht, Wissen gebündelt sowie Ideen und gemeinsame Projekte entwickelt werden. Dabei sollen auch die Geflüchteten selbst eingebunden und ihre Beteiligung auf Augenhöhe gesichert werden.

Aktivierung und Unterstützung der Geflüchteten 

Geflüchtete Menschen können und wollen aktiv Einfluss auf ihre Lebensbedingungen nehmen und haben viel, das sie mit uns teilen möchten. Ziel ist es, Interessen, Wissen und Können der Geflüchteten zu erkennen und aufzugreifen, damit sie sich engagieren und einbringen können.